Grinsekatze geht ins Netz

Kapitel 27: Mit den eigenen Waffeln schlagen…

Von: askmomwhoasksback@web.de
An: Bettina@web.de
Datum: Mittwoch, 25. Mai 2011, 16.12 Uhr
Betrifft: Das Übliche

Hallo Bettina,
wie geht es dir? Hat Ben sich mal gemeldet?
Grüße vom Mamilein


Von: Bettina@web.de
An: askmomwhoasksback@web.de
Datum: Mittwoch, 25. Mai 2011, 21.19 Uhr
Betreff: Das Übliche.

Hallo Mamilein,
nein, natürlich nicht. Ich fürchte, mit meiner bisherigen Argumentation komme ich nicht weiter. Wenn Ben meint, mir widerstehen zu müssen, weil ich in seinem Leben keinen Platz habe und ihn, von seinem Liebesleben (das in seinem Leben aber anscheinend auch nicht so sehr viel Platz hat) abgesehen, auch nicht weiterbringe, kann ich ihm natürlich die Sterne vom Himmel runter erklären. Und er wird sich stark und standhaft fühlen, wenn er nicht darauf reagiert.
Oder so ähnlich.
Viele Grüße
Bettina


Von: askmomwhoasksback@web.de
An: Bettina@web.de
Datum: Donnerstag, 26. Mai 2011, 11.31 Uhr
Betrifft: Das Übliche

Hallo Bettina,
falls ich verstehe, was du meinst, ist das aber schwierig, oder?
Grüße vom Mamilein


Von: Bettina@web.de
An: askmomwhoasksback@web.de
Datum: Donnerstag, 26. Mai 2011, 20.10 Uhr
Betreff: Das Übliche.

Hallo Mamilein,
ich müsste ihn eben auf andere Weise zu fassen kriegen. Überlege schon fieberhaft, wie ich ihm klarmachen kann, dass Liebesleben und das Social Web durchaus etwas miteinander zu tun haben können.
Memo to self: Sie können doch was miteinander zu tun haben, oder?
Viele Grüße
Bettina


Von: askmomwhoasksback@web.de
An: Bettina@web.de
Datum: Freitag, 27. Mai 2011, 10.00 Uhr
Betrifft: Das Übliche

Liebes Kind,
wie stellst du dir das denn vor?
Grüße vom Mamilein


Von: Bettina@web.de
An: askmomwhoasksback@web.de
Datum: Freitag, 27. Mai 2011, 21.05 Uhr
Betreff: Das Übliche.

Hallo Mamilein,
ich lese mich schon fieberhaft durch alle seine Veröffentlichungen in der Hoffnung, einen guten Hinweis zu finden. Bin aber über die Brainstorming-Phase noch nicht hinaus.
Viele Grüße
Bettina


Von: Bettina@web.de
An: askmomwhoasksback@web.de; claudi@web.de
Datum: Sonntag, 29. Mai 2011, 10.54 Uhr
Betreff: Idee!!!!

Mädels,
ich glaube, ich habs. Ich werde ihm die Idee, meinen Roman als Blog unter Ausnutzung sämtlicher Web 2.0-Kanäle rauszubringen, verklickern. Und das unter Berücksichtigung aller seiner Richtlinien zur Abfassung eines Web 2.0- und suchmaschinentauglichen Texts. Das ist doch genial, oder?
Viele Grüße
Bettina


Von: claudi@web.de
An: askmomwhoasksback@web.de; Bettina@web.de
Datum: Sonntag, 29. Mai 2011, 19.27 Uhr
Betreff: Idee!!!!

Bitte was? Aber ist sicher eine gute Idee!


Von: askmomwhoasksback@web.de
An: Bettina@web.de
Kopie: Claudi@web.de
Datum: Freitag, 27. Mai 2011, 10.00 Uhr
Betrifft: Idee!

Super. Soll das heißen, dass die gute alte „Anleitung zur Abfassung literaturwissenschaftlicher Arbeiten“ dafür nicht brauchst?


Von: Bettina@web.de
An: askmomwhoasksback@web.de; claudi@web.de
Datum: Dienstag, 31. Mai 2011, 20.54 Uhr
Betreff: Idee!!!!

Hallo ihr,
also, wenn ich das mal zusammenfassen darf: Content is King (will sagen: Inhalte sind das zentrale Bewertungskriterium und sollen einzigartig sein – ohne das ist alles andere auch egal). Das Thema des Artikels soll in der Überschrift genannt werden, weiter wird der Leser durch Unterüberschriften (semantisch korrekt ausgeführt) durch den Text geführt. Wichtige Informationen sind zum Beispiel durch Fettung hervorgehoben. Eine möglichst hohe Keyword-Dichte im Text hilft natürlich auch.
Das alles bezieht sich natürlich auf die Verwertbarkeit eines Textes durch Suchmaschinen, aber ich gehe mal davon aus, dass ein Mensch, der sich tagein und tagaus mit Optimierung von Texten für eben jene Suchmaschinen befasst, auch im privaten Umfeld mit entsprechenden Maßstäben liest.
Da mein Inhalt ja unschlagbar ist (Ich bin toll! Und meine Idee mit dem Blogroman auch über Bens Liebesleben ist noch toller!), könnte das doch fast funktionieren, oder? Will ihn zwar nicht mit seinen eigenen Waffeln schlagen, aber überzeugen.
Mache mich jetzt also mal daran, den vorläufig besten Text meines Lebens zu schreiben.
Drückt mir die Daumen!
Viele Grüße
Bettina


Von: Bettina@web.de
An: Ben@googlemail.com
Datum: Mittwoch, 1. Juni 2011, 22.11 Uhr
Betrifft: Thema des Tages: Liebesleben im Web 2.0

Lieber Ben!

Ein Wort vorweg
Deine Mail und dein anschließendes Schweigen sind auf jeden Fall ein deutliches Signal. Finde ich auch – theoretisch – völlig in Ordnung; es gibt nichts, wofür du dich entschuldigen müsstest. Vielleicht sollte ich mich eher dafür entschuldigen, dass ich immer noch nicht die Klappe halte. Aber bis dahin kann es noch dauern, denn ich bin felsenfest davon überzeugt, dass du mit deinem Abtauchen einen großen Fehler machst, und werde mich weiter darum bemühen, dich aus der Reserve zu locken.

Never assume – but what can I do?
Nach wie vor beschäftigt mich die Frage, wie du eigentlich tickst. Wobei ich da zurzeit natürlich nur meine eigenen Recherchen, Beobachtungen und Hintergrundanalysen auswerten kann (nehme aber Hinweise aller Art gerne entgegen). Also: Wenn ich das alles halbwegs richtig verstehe, willst du mich vor allem deswegen nicht mehr treffen, weil ich 1) ein Zeitfresser bin und 2) ein mögliches FBV* mit mir keinen nachhaltigen Nutzen in Sachen Verwertbarkeit für deine Existenz im Web 2.0 hätte.

Zu Punkt 1: Ich bin ein Zeitfresser, stimmt.
Kann allerdings auch ganz gut alleine sein und meine eigene Zeit fressen, ohne auf die Bestände meiner Mitmenschen überzugreifen. Brauche keinesfalls ständig und durchgehend einen begeisterten Zuhörer/interessanten Unterhalter/tollen Liebhaber, kann gründlich von erfüllenden Begegnungen zehren und freue mich gerne langfristig auf Fortsetzungen.

Für Punkt 2 muss ich wieder mal weiter ausholen…
Vielleicht ist das, was ich bei Google über dich gefunden habe, ja nur die Spitze eines Eisbergs. Aber schon eine ganze Menge. Ich habe den Eindruck, dass es keine klaren Grenzen zwischen deinem Berufs- und Privatleben gibt – und dass das deinerseits durchaus so gewollt ist. Vernetzen, Kommunizieren, Teilen und das Vermitteln entsprechender Inhalte an andere Menschen scheinen voll dein Ding zu sein und somit dein gesamtes Leben zu bestimmen – und dabei auch Spaß zu machen (gut so!). Interessanterweise finde ich aber keine Hinweise auf eine Einbindung deines Liebeslebens in deine ansonsten fast perfekte Vernetzung. Und frage mich, warum? Kann es sein, dass du „Liebesleben an sich“ für nicht web 2.0-fähig hältst?

Nun mal zu mir, wo ich mich ungleich besser auskenne
(gehört aber noch zu Punkt 2)

Wahrscheinlich hast du mich längst nicht so ausführlich gegoogelt wie ich dich – ist auch nicht so spannend. Trotz heftiger Aktivität in den frühen Phasen des www habe ich den Anschluss an das Web 2.0 irgendwie verpasst, weil ich plötzlich im realen Leben so furchtbar beschäftigt war. In meinem Opern-Umfeld benutzen die Menschen Facebook und andere soziale Netzwerke hauptsächlich, um sich gegenseitig „Toi toi toi zur heutigen Premiere“ zu wünschen und Fotos von Morgenlatte und spätabendlichem Absacker hochzuladen. Wozu Twitter da ist, hat noch keiner meiner Kollegen herausgefunden, dort kommuniziere ich also fast ausschließlich mit meinen Bekannten aus dem Tierschutz. Nichtsdestotrotz – um mal wieder zum Punkt zu kommen – gibt es nicht viel am Internet, wofür ich mich nicht begeistern kann oder könnte.

Fortsetzung des letzten Absatzes, aber ungleich interessanter
Schon kurz, nachdem ich mich letzten Herbst im Funclub angemeldet hatte (und lange, bevor wir zwei ins Gespräch miteinander gekommen sind), habe ich den Entschluss gefasst, einen Roman zu schreiben (das will ich schon seit der Grundschule!), natürlich über meine Erfahrungen und Erlebnisse beim Online-Dating. Und zwar als Brief- bzw. E-Mail-Roman. Und da das möglicherweise eine unendliche Geschichte werden wird und es sich in meinen Augen auch sonst geradezu anbietet, werde ich die ersten Kapitel demnächst als Blogroman (mit allem Drum und Dran) ins Netz stellen. Der erste Teil ist schon ganz lustig, auch wenn es erst mit dem Auftauchen des geheimnisvollen Ranger wirklich unterhaltsam wird – aber bis dahin dauert es noch (das Ent-Pornografisieren unserer Korrespondenz, ohne dabei die Inhalte zu verfälschen, ist schwieriger als erwartet ;-) Auf jeden Fall plane ich persönlich also einen großen Schritt in Richtung Web 2.0 durch die künstlerische Aufarbeitung meines Liebeslebens. Wie findest du das?

Abgefahrene Idee oder wirres Zeug?
So… Entweder hältst du mich mittlerweile für völlig durchgeknallt und willst erst recht nichts mehr mit mir zu tun haben. Oder du lässt dich darauf ein, meinen Gedankengängen zu folgen, und findest sie ganz interessant oder zumindest nicht komplett abwegig. Vielleicht hast du sogar eine kreative Idee? In dem Fall fände ich es prima, wenn du mal die Frage in deinem Herzen bewegen würdest, ob wir nicht gewisse Spannungen und Reibungsflächen nutzen und damit vielleicht unsere Leben gegenseitig bereichern könnten. Eventuell auf verschiedenen Ebenen, die sich ganz locker ergänzen? Ich fände das ein spannendes Abenteuer!

Für heute viele Grüße
Bettina

PS: Was war das jetzt noch mal?
* FBV – Freundschaftliches Bums-Verhältnis. Gekennzeichnet durch genialen Sex bei größtmöglicher Unabhängigkeit auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung und entspannter Kommunikation. Hat in meinem Leben schon mal funktioniert.

PPS: Keine Spamattacke, aber…
Weil ich mir mit diesem Aufsatz viel Mühe gegeben habe und möchte, dass du ihn auch wirklich liest, werde ich ihn jetzt parallel auf mehreren Kanälen schicken. Notfalls auch noch per Post.


Von: Bettina@web.de
An: Claudi@web.de; askmomwhoasksback@web.de
Datum: Donnerstag, 2. Juni 2011, 17.12 Uhr
Betrifft: Coole Aktion!

Hallo ihr zwei,

danke für eure Geduld in den letzten Tagen und das tapfere Ertragen meiner Anfälle von Selbstzweifel und Panik. Nachdem ihr euch so viel Mühe gegeben habt, mir ganz üble, übergriffige Aktionen auszureden, habe ich mich jetzt auf meine eigenen, beonderen Qualitäten besonnen. Und mich daran erinnert, dass ich ja schon vor Wochen die – damals noch sehr diffuse – Idee hatte, man müsste ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen bzw. mit einem Köder locken, dem er definitiv nicht widerstehen kann (und damit meine ich ausnahmsweise nicht meinen Luxushintern).

Mein Brief, der eigentlich ein gut gegliederter Aufsatz ist, hat mich viel Mühe und ungefähr zwei Tage Arbeit gekostet. Ist aber auch vermutlich das Beste, was ich überhaupt je geschrieben habe. Wenn ich das mal so in aller Bescheidenheit behaupten darf. Gestern Abend habe ich ihm das Ganze dann geschickt, vorsichtshalber an alle mir bekannten Adressen. Danach dann entspannt zurückgelehnt – für etwa fünfzehn Minuten. Dann: Jetzt könnte er den Brief doch gelesen haben und sich mal melden! Zwei Stunden später noch halbwegs gut gelaunt, aber doch mit mulmigen Gefühl ins Bett. Heute Morgen sofort die Mails gecheckt: Nichts. Na gut, für den heutigen Tag gibt es ja auch einen Plan B und eine Verabredung mit den Kollegen zum Reitturnier.

Er lässt mich ganz schön lange warten, bis nach halb zwölf.

SMS Ben, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.38 Uhr
Aufsatz gelesen. Sehr coole Idee.

SMS Ben, Donnerstag, 2.Juni 2011, 11.40 Uhr
Also sowohl Aufsatz als auch Roman.

SMS Bettina, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.42 Uhr
Danke

SMS Bettina, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.43 Uhr
Und sonst so?

SMS Ben, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.43 Uhr
Sonne scheint. Triebe sprießen ;-)

SMS Bettina, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.44 Uhr
Heute schon was vor?

SMS Ben, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.46 Uhr
Erst so ab späteren Nachmittag. So ab 15 Uhr

SMS Bettina, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.46 Uhr
Was vor oder frei ab drei?

SMS Ben, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.47 Uhr
Bis drei nix vor.

SMS Bettina, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.48 Uhr
Gut. Und was könntest du dir vorstellen? Also bis drei?

SMS Ben, Donnnerstag, 2. Juni 2011, 11.49 Uhr
Kapitel für deinen Roman machen?

SMS Bettina, Donnerstag, 2.Juni 2011, 11.50 Uhr
Guter Gedanke. Wann und wo?

SMS Ben, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.50 Uhr
Straps du dich auf und ich mach Hausebesuche? Maximal spitz gerade.

SMS Bettina, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.52 Uhr
Gib mir 30 Minuten.

SMS Ben, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.52 Uhr
Easy. Ich fahr noch mal Gummis holen.

SMS Bettina, Donnerstag, 2. Juni 2011, 11.56 Uhr
Hier liegt noch ein Zehnerpack. Reicht das?

SMS Ben, Donnerstag, 2. Juni 2011, 12.25 Uhr
Gleich da.

Eigentlich erstaunlich, dass ich es geschafft habe, während dieses hochgeistigen Austauschs noch etwas sexy Unterwäsche und Make up in Position zu bringen. Schon klingelt es an der Tür und Ben steht vor mir. Ein kurzer Moment der Befangenheit auf beiden Seiten verfliegt schnell. Schon praktisch, wenn man einfach scharf aufeinander ist. Ich denke noch „Mist, hätte ich ihm jetzt erst eine Unterhaltung aufdrängen sollen?“, da sind wir schon auf dem Sofa und ich bin von Null auf Hundert in weniger als zehn Sekunden. Sehr angenehm, wenn man einen Liebhaber hat, der weiß, wie es geht! Mein hübsches grünes Kleid fliegt in die Ecke, meine Unterwäsche findet Gefallen. In recht entspannter Atmosphäre haben wir fünf Minuten Vorspiel auf dem Sofa und müssen dann ins Bett. Seine Klamotten verteilen wir strategisch in der Wohnung, meine Unterwäsche bleibt dran.

Was soll ich sagen: Der Sex mit Ben wird jedes Mal besser. Besser als so ziemlich alles andere… voller Energie, aber ohne jeden Druck oder so blöde Fragen im Kopf wie „Will ich das hier wirklich? Kann ich das wirklich?“. Bei herrlichstem Wetter draußen steigt auch die Temperatur im Schlafzimmer sehr schnell. Wieder entdecke ich voller Überraschung, dass ich beweglicher bin als erwartet – ich würde es nicht Sport nennen wollen, aber schweißtreibend ist es auf jeden Fall! Irgendwann, nachdem Ben sich schon mal erleichtert hat, können wir dann auch nicht mehr, brauchen eine Pause und machen es uns bequem.

Netterweise schläft Ben dabei nicht ein, sondern krault sehr wirkungsvoll meine empfänglichsten Punkte. Ohne auch nur hinzusehen oder sich gar anzustrengen, bringt er mich ganz gemütlich an den Rand des Wahnsinns und lacht, als ich irgendwann gleichzeitig komme und schreie „Scheiße, du weißt wirklich, wie man das macht!“

Erstaunlicherweise sucht Ben heute von sich aus das Gespräch. Die Idee mit meinem Roman scheint ihn wirklich sehr zu interessieren. Er fragt, wie weit ich schon bin und wie das Ganze so funktionieren soll. Ich erkläre, dass ich ja nicht nur die von der Wirklichkeit gelieferten Korrespondenzen mit verschiedenen Männern verwurste, sondern auch echte Fiktion schreibe, z. B. die Berichte an meine Vertrauten und andere Dinge, die in der Realität nicht unbedingt per E-Mail kommuniziert werden, aber als Reflexionen und Kommentare unentbehrlich sind. Er hat auch gleich ein paar ganz gute Ideen und ich freue mich, dass er so auf mein Thema einsteigt.

Insgesamt ist heute alles entspannter als bei unserem letzten Schäferstündchen, bei dem ich ja im Nachhinein auch eine unterschwellige Teufelsaustreibungs-Komponente erkannt hatte (Bens Pech nur, dass ich mich dadurch nicht abschrecken lasse!).

Wieder mal vergeht die gemeinsame Zeit recht zügig, aber ich habe das Gefühl, dass wir, ohne uns ein anstrengendes „Beziehungsgespräch“ anzutun, doch einen entscheidenden Schritt weitergekommen sind, und habe so nicht das Gefühl, jetzt schnell noch etwas klären zu müssen. Wir gehen zusammen aus dem Haus, Ben zu einer Verabredung, ich auf der Suche nach Essen (bin zu schwach, mir ein Brot zu machen). Zum Abschied an der Straßenecke sagt er „Ich bin gespannt auf die ersten Kapitel!“. Ich lache, halte ihn aber fest und frage „Du kommst mir jetzt aber nicht wieder abhanden, oder?“ „Nein“, sagt er, „du bist ja hartnäckig.“ „Oh ja“, erwidere ich. „Ich bin jetzt aber ein paar Tage in Berlin“, sagt er und ich schlage vor: „Dann schreib mir doch. Hat früher doch auch ganz gut geklappt!“

Nun haltet mir bitte die Daumen, dass er sich dieses Mal wieder meldet!

Viele Grüße
Bettina


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